Ambrisentan und Tadalafil bei PAH

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Ergebnisse zur Kombinationstherapie mit Ambrisentan und Tadalafil bei PAH lassen möglichen Überlebensvorteil mit initialer Kombinationstherapie vermuten.

Eine aktuell publizierte Auswertung der AMBITION-Studie weist darauf hin, dass die initiale Gabe von Ambrisentan und Tadalafil in Kombinationstherapie bei neu diagnostizierten, nicht vorbehandelten, erwachsenen Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie (PAH) gegenüber einem Therapiestart mit den jeweiligen Monotherapien mit einem besseren Langzeitüberleben verbunden sein könnte. Die detaillierten Ergebnisse wurden nun in der renommierten Fachzeitschrift LANCET RESPIRATORY MEDICINE publiziert. 1

Die AMBITION-Studie war eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische Studie zur First-Line-Kombinationstherapie mit AMBrIsentan und TadalafIl im Vergleich zur Monotherapie bei Patienten mit pulmonal arterieller HypertONie und lieferte erstmalig Daten zur First-Line-Kombinationstherapie mit Volibris® (Ambrisentan), einem Endothelin-Rezeptor-Antagonisten (ERA), und Adcirca® (Tadalafil), einem PDE5-Inhibitor, zur Behandlung der PAH.2

Bei der nun erfolgten Analyse der Überlebensdaten wurden die Gesamtmortalität am Ende der Studie sowie zusätzlich das Überleben bis sieben Tage nach Beendigung der ursprünglich randomisierten Behandlung untersucht. Die Überlebensanalyse zum Ende der Studie war präspezifiziert, während die Analyse bis sieben Tage nach Beendigung der randomisierten Behandlung post-hoc erfolgte und sich an eine entsprechende Analyse der SERAPHIN-Studie3 anlehnte.

Wie die erste Auswertung zunächst zeigte, war die Gesamtmortalität am Ende der Studie in den beiden Gruppen numerisch, aber nicht statistisch signifikant unterschiedlich: 29 Todesfälle auf 302 Patienten bei der initialen Kombinationstherapie (10%) versus 41 Todesfälle auf 303 Patienten bei den gepoolten Monotherapien (14%; p=0,10). Bei der Analyse der Sterblichkeit am Ende der ursprünglich zugeteilten randomisierten Behandlung waren in der Gruppe der Patienten mit initialer Kombinationstherapie nicht nur numerisch, sondern auch statistisch signifikant weniger Patienten verstorben als bei der initialen Monotherapie: 3 von 302 Patienten (1%) versus 13 von 303 Patienten (4%); p=0,0065).

Prof. Marius Hoeper, Leiter des PAH-Zentrums an der Medizinischen Hochschule Hannover und Erstautor der Publikation, erläutert: „Die vorliegende Untersuchung wirft entscheidende Fragen für die zukünftige Therapie der PAH auf. Die Überlebensanalysen weisen darauf hin, dass eine initiale Kombinationstherapie mit Ambrisentan und Tadalafil gegenüber einer initialen Monotherapie mit diesen Substanzen zu einem verbesserten Langzeitüberleben führen könnte und dass dieser Überlebensvorteil möglicherweise auch durch Therapieanpassungen im Krankheitsverlauf nicht ausgeglichen werden kann. Sollten sich diese Daten in zukünftigen Studien bestätigen, hätte dies erhebliche Konsequenzen für die zukünftige Therapie der PAH.“

Die abschließende Auswertung der AMBITION-Studie unterstützt das Prinzip “hit hard and early” in der Initial-Therapie der PAH.  

Referenzen: 

1 Hoeper, M., et al.: Initial combination therapy with ambrisentan and tadalafil and mortality in patients   with pulmonary arterial hypertension: a secondary analysis of the results from the randomised, controlled AMBITION study. Lancet, published online 10. Oktober 2016; http://dx.doi.org/10.1016/S2213-2600(1)30307-1

2 Galiè, N. et al.: Initial Use of Ambrisentan plus Tadalafil in Pulmonary Hypertension. N Engl J Med   2015;373:834-44

3 Pulido et al.: Macitentan and Morbidity and Mortality in Pulmonary Hypertension. N Engl J Med 2013:  369:809-18  

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