Alzheimer und Vitamin B – kein Nutzen feststellbar

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Verschiedene Studienergebnisse zu Alzheimer und Vitamin B sind nicht vielversprechend. Vitamin B soll altersbedingten Verlust mentaler Fähigkeiten nicht verhindern können.

Die Ergebnisse einer unlängst analysierten Meta-Analyse zu Alzheimer und Vitamin B – basierend auf Daten von klinischen Studien mit insgesamt 22.000 Menschen – waren nicht vielversprechend. Alzheimer Patienten verfügen in der Regel über einen hohen Homocystein-Spiegel. Außerdem gilt, dass Menschen mit höheren Homocysteinwerten generell ein höheres Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken. Die Einnahme von Folsäure und Vitamin B12 senkt bekanntlich die Konzentration von Homocystein im Körper. Dadurch entstand die sogenannte Homozystein-Hypothese, die besagt, dass Vitamin B12 in der Lage ist, das Alzheimer Risiko zu minimieren. Doch das scheint nicht der Fall zu sein.

 

Meta-Analyse zu Alzheimer und Vitamin B

Die zitierte Studie der Oxford University fasste Daten von 11 randomisierten klinischen Studien mit 22.000 Teilnehmern zusammen, um den Effekt von B Vitaminen gegenüber Plazebos auf kognitive Funktionen zu überprüfen. Bei all jenen Teilnehmern, die Vitamin B einnahmen, reduzierte sich der Homocystein-Spiegel erheblich. Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf ihre mentalen Fähigkeiten.

Werden globale kognitive Funktionen oder Testergebnisse hinsichtlich mentaler Fähigkeiten wie z.B. Erinnerungsvermögen in Betracht gezogen, so besteht kein Unterschied zwischen Teilnehmern die Vitamin B einnahmen und jenen die Placebos bekamen.

“Es wäre schön, wäre das Ergebnis ein anderes”, fasste Dr. Robert Clarke von der Oxford University zusammen. „Unsere Studie beendet die Diskussion hinsichtlich der Wirkung von B-Vitaminen auf das Alzheimer Risiko ein für alle Mal. B-Vitamine sind nicht in der Lage, den altersbedingten Verlust kognitiver Fähigkeiten zu minimieren oder gar aufzuhalten! Die Einnahme von Folsäure und Vitamine B-12 kann Alzheimer leider nicht verhindern.“

Alzheimer ist eine gefürchtete Krankheit. Daher ist es wenig überraschend, dass Menschen das Bedürfnis haben dieser Krankheit vorzubeugen. Der Bedarf weiterer Untersuchungen ist groß. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten durch Änderungen des Lebensstils positiven Einfluss auf die Entwicklung einer eventuellen Alzheimer Erkrankung zu nehmen. Dazu gehören eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie ausreichend körperliche Betätigung.

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About Author

Dipl.-Ing. Alexandra Springler

Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

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