Die altbekannte Heilkraft von Honig

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Honig schmeckt und zeigt gute Effekte – so kann der Hustenreiz während der Nacht reduziert und der Schlaf erleichtert werden.

Seit Jahrtausenden wird Honig als Heilmittel bei Krankheiten eingesetzt. Heute wissen zwar viele, dass das süße Lebensmittel in einem Glas warmer Milch gut schmeckt und gegen Halsschmerzen wirkt. Warum dies der Fall ist, ist aber nach wie vor weitgehend unerforscht.

 

Die vielen Wirkungen der Bienenprodukte

Die Bienenprodukte – vom Honig bis zu den Blütenpollen, Propolis und Gelee Royale – haben Einfluss auf das Immunsys­tem, verbessern das Blutbild, helfen bei Wechselbeschwerden oder gegen Stress. Hochgelobt ist beispielsweise Manuka-Honig, der von Honigbienen aus dem Blütennektar der Südseemyrte (Manuka) erzeugt wird und wegen seiner antibakteriellen Wirkungen traditionell als Naturheilmittel zum Einsatz kommt.

Honig mit seinen an die 180 Wirkstoffen ist nicht nur Lebensmittel, sondern auch Naturarzneimittel. Die Wirkung der Bienenprodukte sind eigentlich seit jeher bekannt, doch wissenschaftlich erforscht wurden sie erst in den letzten Jahrzehnten. Mit Honig kann man Krankheiten nicht nur behandeln, sondern diesen auch vorbeugen, meinen zahlreiche Ärzte. Die positiven Eigenschaften der Bienenprodukte machten sich verschiedene Imkereien zunutze und bieten Honig in Kapselforman.

 

Propolis

Die Propolis (oder Bienenkittharz, Kittwachs ,Stopfwachs, Bienenharz, Bienenleim, Kittharz) ist eine von den Bienen produzierte harzartige Masse, der antibiotische, antivirale und antimykotische Wirkungen zugesprochen wird. Propolis wird von den Bienen wegen seiner harzigen, klebrigen Konsistenz zum Stopfen von Löchern und Spalten im Bienenstock verwendet.

Kittharz wirkt dabei wie eine Desinfektionsschleuse. Wenn zum Beispiel ein unerwünschter Eindringling wie eine Maus oder eine Ringelnatter in den Bienenstock kommt, wird er, nachdem er totgestochen ist, mit einer Schicht Propolis als Schutz vor Keimen, Mikroben, Bakterien und Pilzen überzogen. Raustragen können die Bienen den Störenfried ja nicht.

Das Harz wird in apitherapeutischen Kliniken vor allem gegen Viren, Strahlenkrankheit und selbst bei der Behandlung von Krebs eingesetzt.

In der Nahrung: Honig schmeckt und zeigt gute Effekte

Einige Experten unterstellen, dass das Zusammenwirken der in Bienenprodukten enthaltenen natürlichen Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe ­eine antibiotische und leistungssteigernde Wirkung in jedem Alter zeigt. Die Abwehrkräfte werden aktiviert, besonders in Grippezeiten, bei Wechselbeschwerden und bei extremen Belastungen.

Die Anwendung von Honig mit Tee oder heißem Zitronenwasser lindert in der Tat den Husten bei Kindern und die Halsschmerzen bei Erwachsenen. Im Zuge einer Studie an der bekannten US-Klinik Mayo Clinic wurde Kindern ab 2 Jahren, die an Atemwegsinfektionen litten, vor dem Schlafengehen bis zu 2 Teelöffel – das sind 10 Milliliter Honig gegeben. Dadurch konnte der Hustenreiz während der Nacht reduziert und der Schlaf erleichtert werden.

Wegen der Gefahr von Säuglingsbotulismus – einer seltenen, aber schweren Form von Lebensmittelvergiftung –sollte Kindern, die jünger als ein Jahr sind, niemals Honig gegeben werden.


Literatur:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3609166/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3758027/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4837971/

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Axel Rhindt

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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