Allergische Rhinitis und andere Allergien der Atemwege

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Allergien der Atemwege sind unangenehm und können sogar gefährlich werden. Ein Allergietest zeigt, auf welche Allergene der Patient reagiert.

Bei der Abklärung von Allergien der Atemwege kann durch Allergietest herausgefunden werden, auf welche Allergene der Patient reagiert. Die Ergebnisse aus der Testung sind damit die Basis für die richtige Therapie. Die Symptome können medikamentös gelindert werden. Die einzige kausale Behandlung von Allergien ist aber eine Impfkur.

Rund jeder Vierte in unseren breiten leidet unter einer oder mehreren Allergien. Der allergische Patient in der Ordination ist also keine Ausnahme. Allergien dürfen nicht bagatellisiert werden, es handelt sich um eine Systemerkrankung des Immunsystems die sich in vielen Formen und an mehreren Organen manifestieren kann.

 

Symptome

Die Symptome reichen von »unangenehm« (Einschränkung der Lebensqualität) bis zu gefährlich. Die allergische Rhinitis (»Heuschnupfen«), meist in Verbindung mit einer Bindehautentzündung (Rhinoconjunctivitis) ist die typische und häufigste Erscheinungsform einer inhalativen Allergie.

Je nach Exposition und dem auslösenden Allergen werden die Symptome ganzjährig (z.B. Hausstaubmilbenallergie) oder saisonal (entsprechend einer speziellen Blüteperiode) in Erscheinung treten. Die akuten Symptome sind durch Sekretfluss und Jucken der Schleimhäute der Nase und der Augen gekennzeichnet, bei chronischer Exposition ist eher die blockierte Nase typisch.

 

Therapie-Stufenplan bei Allergien der Atemwege

Allerdings ist zu beobachten, dass ein hoher Prozentsatz der Rhinitispatienten später Asthma entwickelt, wenn ihre Symptome nicht rechtzeitig und ausreichend behandelt werden. Empfohlen wird ein Therapie-Stufenplan, der auf den drei Säulen beruht:

Auf jeden Fall sollte eine Allergiediagnostik durch einen Allergologen erfolgen, um das Auslöserspektrum der Allergene und die Stärke der Allergie festzustellen.

 

Allergenkarenz. Der Allergietest und die Befundbesprechung stellen die Basis für die erste Stufe der Therapie, die Allergenkarenz dar. Leichte und mittelstarke Allergiker können oft allein durch Meidung der Auslöser eine wesentliche Verbesserung ihres Zustands erleben. Als Beispiel seien die Hausstaubmilbensanierung, Schimmelpilzsanierung und natürlich auch die Weggabe von Felltieren erwähnt. Eine Voraussetzung, um Pollen zu meiden, ist die genaue Kenntnis der allergieauslösenden Pflanzen und ihrer Blütezeiten.

Pharmakotherapie. Als Medikamente stehen dem Arzt diverse Präparate zur lokalen und systemischen Anwendung zur Verfügung. Grundsätzlich ist eine kontinuierliche Therapie mit oralen Antiallergika empfehlenswert. Die modernen Präparate sind praktisch nebenwirkungsfrei und werden einmal täglich genommen. Bei leichten Symptomen an Nase oder Auge kann zusätzlich ein lokal wirkendes Antihistaminpräparat eingesetzt werden. Bei stärkeren und chronischen Entzündungen sind cortisonhältige Nasensprays die Medikamente der Wahl.

Spezifische Immuntherapie. Wenn möglich, sollte frühzeitig eine spezifische Immuntherapie angeboten werden, sie ist die einzige kausale Therapie für inhalative Allergien. Studien belegen, dass die Impfbehandlung die Entwick­lung von Asthma bei Rhinitispatienten verhindert.

Fazit. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Allergien die Lebensqualität des Patienten stark einschränken. Jede Allergie gehört durch einen Allergietest dia­gnostiziert und dann behandelt, sonst ist der charakteristische Verlauf die Verschlechterung der Erkrankung. Dem Arzt stehen verschiedene Methoden zur Behandlung zur Verfügung, die einzige ursächliche Behandlung einer Allergie ist aber die spezifische Immuntherapie. www.allamb.at

Quellen:

Die allergische Rhinitis und andere Allergien der Atemwege.  Prim. Univ.-Doz. Dr. Christof Ebner. MEDMIX 10/2008

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Dr. Darko Stamenov

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