Alkoholkrankheit und Depression

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Die Komorbidität von Alkoholkrankheit und Depression tritt sehr häufig auf, sieben von zehn Patienten leiden auch an Depression oder Angststörungen.

Von Komorbidität bei Alkoholkrankheit spricht man bei einem gleichzeitigen Vorliegen von anderen, meist psychiatrischen aber auch internistischen Diagnosen.

Für die Psyche kommt in vielen Fällen die Alkoholkrankheit nicht alleine: zusätzliche psychiatrische Störungen, die zur Sucht geführt haben, aus der Sucht zusätzlich entstehen oder sich zu einem Teufelskreis gegenseitiger Verstärkung auswachsen, machen den Weg aus der Alkoholkrankheit noch steiniger.

Damit ein Patient adäquat behandelt werden kann, müssen komorbide Störungen erkannt und diagnostiziert sowie in ein mehrdimensionales Therapiekonzept eingebaut werden.

Etwa jeder achte Person in der erwachsenen Bevölkerung entwickelt im Laufe des Lebens eine Alkoholkrankheit, davon geht in fast jedem zweiten Fall eine weitere psychische Störung einher.

Umgekehrt sind von Personen mit schizophrenen Störungen zu einem Viertel auch alkoholkrank und etwa zu einem Achtel drogenabhängig.

Bis zu ein Viertel der Menschen mit schweren Depressionen sind auch alkoholabhängig, bis zu 15 Prozent sind drogensüchtig.

Unter den Patienten mit Alkoholkrankheit finden sich bis zu 70 Prozent auch Personen mit Angststörungen, bis zu 85 Prozent Raucher und bis zu 73 Prozent Menschen, die auch affektive Störungen haben.

 

Alkoholkrankheit und Depression

Die Komorbidität von Alkoholkrankheit und Depression ist sehr häufig. 70 Prozent der Patienten mit einer Alkoholkrankheit leiden auch an Depression oder Angststörungen. Beide Erkrankungen – Alkoholabhängigkeit und Depression bzw. Angststörungen – stellen im Krankheitsverlauf ein signifikantes Risiko für die Weiterentwicklung der Komorbidität dar. Die Krankheiten schaukeln sich gegenseitig zu einen oft chronischen Krankheitsverlauf.

Kritisch in der Betreuung betroffener Patienten wird von Experten aufgezeigt, dass allgemein von Ärzten viel zu selten auf die Symptome der Alkoholkrankheit und Depression angesprochen werden. Wenn eine Alkoholkrankheit (oder auch andere Drogensucht) diagnostiziert wird, wird häufig den ­Symptomen der Depression bzw. Angststörungen, die unerkannt als Komorbidität bestehen, keine Beachtung geschenkt bzw. werden sie nicht erkannt.

Es sind aber nicht nur Depressionen und Angststörungen, die häufig mit einer Suchtkrankheit vergesellschaftet sind, sondern auch psychiatrische Erkrankungen wie z.B. Zwangsstörungen, schizophrene Psychosen, Hypomanie und Manie, Persönlichkeitsstörungen und somatoforme Störungen bis hin zu Psychotraumen und aus­geprägten psychosozialen Störungen.

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MEDMIX Online-Redaktion

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