Ärztekammer gegen politisch motivierte Kündigungen

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Wiener Ärztekammer startet Petition gegen politisch motivierte Kündigungen im Wiener Krankenanstaltenverbund und fordert auf zur Wahrung der Meinungsfreiheit.

 

Im Sinne der Solidarität mit Asklepios-Gründer Gernot Rainer und zum Schutz vor zukünftigen derartigen Übergriffen startet die Ärztekammer heute, Mittwoch, eine Online-Petition gegen politisch motivierte Kündigungen im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV). Die Petition ist ab ca. 14.00 Uhr freigeschalten. ****

»Die Ärztekammer fordert die Stadt Wien, den KAV sowie die zuständige Dauervertragskommission auf, Rainers Antrag auf einen Dauervertrag mit sofortiger Wirkung stattzugeben«

Die Petition richtet sich mit dem expliziten Hinweis auf Rainers fachliche Bestnoten seitens seines Dienstvorgesetzten sowie der Patienten direkt an KAV-Generaldirektor Udo Janßen. Die Ärztekammer fordert die Stadt Wien, den KAV sowie die zuständige Dauervertragskommission auf, Rainers Antrag auf einen Dauervertrag mit sofortiger Wirkung stattzugeben und damit Vorsorge zu tragen, dass sich der Personalmangel an Rainers Abteilung, die zuletzt 13 (!) zusätzliche Dienstposten angefordert hat, nicht noch weiter verschlimmert.

 Die Petition im Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Generaldirektor Janßen,

Herr Kollege Gernot Rainer hat seitens seines Dienstvorgesetzten und der Patienten Bestnoten für seine fachliche Qualifikation erhalten. Trotzdem hat er den beantragten Dauervertrag nicht erhalten, dies aufgrund unserer Meinung nach berechtigter Kritik im Interesse seiner Patientinnen und Patienten und der Kollegenschaft. Wir fordern Sie auf, Ihre Entscheidung zu revidieren und Dr. Rainer weiter zu beschäftigen.“

Die Petition schließt mit dem Aufruf an die Unterzeichner: „Kennen Sie weitere Fälle politisch motivierter Kündigungen im KAV? Egal, ob aktuell oder schon vor einigen Jahren passiert, bitte schicken Sie uns den Sachverhalt an pressestelle@aekwien.at.“

„Die Ärzteschaft ist sehr besorgt um die Zukunft ihres Kollegen und die Signalwirkung, die durch diese beschämende Aktion seitens des Arbeitgebers entstanden ist“, kommentiert dazu Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. Man erhoffe sich, mit dieser breiten Aktion Rainer sowie weitere kritische Kolleginnen und Kollegen „in ihrem Recht auf Arbeit bei gleichzeitiger Meinungsfreiheit im KAV zu unterstützen“. (ast)

Den Link zur Petition finden sie hier: http://www.aekwien.at/petitionkav;

http://www.aekwien.at

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MEDMIX Online-Redaktion

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