Äffchen lernen das Sprechen mit Elternhilfe

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Aktuelle Princeton Studie liefert überraschende Ergebnisse: Äffchen lernen das Sprechen mit Elternhilfe

 

Dass Mutter und Vater beim Erlernen sprachlicher Fähigkeiten eine wichtige Rolle spielen ist wenig überraschend. Doch dies gilt nicht nur beim Menschen – denn wie Princeton-Forscher in einer soeben im Fachjournal Science veröffentlichten Studie nun berichten, trifft dies auch beim sogenannten Weißbüscheläffchen zu. Die Annahme, Menschen seien die einzigen Primaten, die das Sprechen von den Eltern lernen, gilt somit als überholt.

Weißbüschelaffe © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Quelle: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Weißbüschelaffe © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

„Was mit einer Untersuchung der Lautentwicklung bei Neuweltaffen begann, endete in einer großen Überraschung. Unsere Erkenntnisse widersprechen allem, was wir bisher über die Lautentwicklung der kleinen Primaten zu wissen glaubten,“ so Neurowissenschafter Asif Ghanzanfar von der Universität Princeton.

Für ihre Untersuchungen entschieden sich die Wissenschafter nicht grundlos für die Weißbüscheläffchen. Letztere gelten als biologisch dem Menschen sehr ähnliche Tierart. Außerdem verfügen die kleinen Äffchen über sehr ausgeprägte soziale Fähigkeiten. Ähnlich wie beim Menschen, kümmern sich beide Elternteile um den Nachwuchs. Interessant war jedoch, dass auch Geschwister, Onkel, und Tanten vollsten in die Nachwuchsbetreuung eingebunden sind. Dieses soziale Miteinander beinhaltet bzw. erfordert in hohes Maß an Kommunikation.

Im Zuge ihrer Studie gelang es den Forschern, die Laute der Jungtiere vom Tag der Geburt bis zum Ende des zweiten Lebensmonats aufzuzeichnen. Dabei entstanden mehr als 70.000 Audio-Dateien.

Nicht nur waren die kleinen Äffchen von Geburt an in der Lage, diverse Laute von sich zu geben, diese veränderten sich auch bereits binnen weniger Tage. „Anfangs unstrukturierte und unbeholfene Laute entwickelten sich rasch zu Rufen, die im Erwachsenenleben der Tiere üblich sind bzw. benötigt werden. Nach etwa zwei Wochen war bereits ein Rhythmus zu hören und nach 36 Tagen klangen die Laute der Jungtiere ähnlich derer erwachsener Affen.

Weiterführende Experimente zeigten, dass Tiere in Isolation zumeist nicht in der Lage waren, die richtigen Laute zu erlernen.

„Besonders rasch lernten Jungtiere, wenn ihre Eltern richtig erzeugte Laute ihres Nachwuchses positiv unterstützten bzw. ein direktes Feedback gaben,“ so die Wissenschafter abschließend.

Quelle: D. Y. Takahashi, A. R. Fenley, Y. Teramoto, D. Z. Narayanan, J. I. Borjon, P. Holmes, A. A. Ghazanfar. The developmental dynamics of marmoset monkey vocal production. Science, 2015; 349 (6249): 734 DOI: 10.1126/science.aab1058

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About Author

Dipl.-Ing. Alexandra Springler

Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

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